Orgelkonzert im Kaiserdom Bamberg

Samstagskonzertreihe im Bamberger Dom

Von Mai bis Oktober veranstaltet die Bamberger Dommusik wöchentliche Orgelkonzerte, jeweils am Samstag von 12 Uhr bis 12.30 Uhr.

Bamberg, eine geschichtsträchtige und vom Tourismus belebte Stadt, ermöglicht hier 30 Minuten lang eine Oase der Stille und Ruhe. Es ist faszinierend, wie der Dom bis kurz vor dem Mittagsläuten von den vielen Kirchenbesuchern und Führungen laut ist und nahezu einem Museum gleicht. Dann aber kehrt Schweigen ein und der Orgelklang alleine lädt ein zum Entspannen, andächtigem Lauschen oder interessiertem Zuhören. Für mich als Organistin ein Erlebnis und eine Herausforderung zugleich, denn der Dom war zumindest an diesem Samstag nahezu voll von Konzertbesuchern.

Die Orgel selbst ist wunderschön zu spielen, sie wurde 1977 von der Orgelbaufirma Rieger/Schwarzach gebaut und 1997/98 revidiert von den Orgelbaufirmen Glatter-Götz/Owingen und Goll/Luzern. Mit 78 Registern (inkl. Glockenspiel und Marimba) auf vier Manualen und Pedal verteilt stehen einem eine breite Klangpalette mit unzähligen Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung. Höhenangst darf man an dieser Schwalbennest-Orgel nicht haben und um den Schweller bedienen zu können, braucht es schon großer Kraftanstrengung. Aber die Abendstunden, in denen ich im menschenleeren Dom alleine an der Orgel spielen konnte und die Möglichkeit, so vielen Menschen im Konzert etwas mitteilen zu können ist zweifellos ein wunderschönes und hoffentlich wiederkehrendes Erlebnis.